12.06.2017

Übergänge im Älterwerden: Ein Seminar zum selbstbestimmten und sinnstiftenden Alter

Älterwerden wird heute sehr unterschiedlich erlebt: Als Aufbruch oder als Einschränkung oder auch als Herausforderung, den eigenen Selbstwert neu zu entdecken. Wie lassen sich Übergänge im Älterwerden neu gestalten? Wie kann die so genannte geschenkte Lebenszeit sinnstiftend gestaltet werden?

Ein Seminar im Berneuchener Haus Kloster Kirchberg vom 9. bis 11. Juli 2017 richtet sich an Menschen im Übergang oder bereits im Ruhestand. Es lädt ein zur Auseinandersetzung mit eigenen Fragen und zu Gesprächen über Vorträge und Impulse, die unterschiedliche Facetten dieses Themas vertiefen werden.
Dabei geht es um Herausforderungen aus psychologischer Sicht, um Möglichkeiten, das Wohnumfeld zu gestalten und sich in Netzwerken zu organisieren. Vorgesehen sind auch Beiträge zu Nachbarschaftshilfe und Quartiersarbeit. Abschließend wird ein Vortrag das Thema aus theologischer Sicht beleuchten.

Das Seminar ist eine Kooperation des Berneuchener Hauses Kloster Kirchberg mit LAGES (Evangelische Senioren in Württemberg) und dem Generationennetz Balingen e. V.

Zu den Referenten gehören Ulla Reyle, Gerontologin und Supervisorin mit eigener Praxis für angewandte Alternswissenschaft und Supervision in Tübingen sowie stellvertretende Vorsitzende der LAGES; Senator E.h. Josef Martin, Vorsitzender der Seniorengenossenschaft Riedlingen und Verwaltungsleiter einer Behörde i.R.; Pfarrer i. R. Helmut Dopffel, Gemeindepfarrer, Altenheimseelsorger, Leiter des Instituts für Praktische Theologie an der Universität Tübingen, Referatsleiter im Evangelischen Oberkirchenrat in Stuttgart und seit 2015 im Ruhestand.
Die Leitung des Seminars übernehmen Bettina Hertel - Theologin und Psychologin in der Erwachsenenbildung sowie Geschäftsführerin der LAGES, wo sie den Fachbereich Bildung und Fortbildung sowie das Projekt „Alter neu gestalten“ leitet - und Peter Schwaibold, ehemaliger Lehrer und im Ruhestand jahrelang Mitarbeiter bei den diakonischen Hausgemeinschaften e.V. Heidelberg sowie Begründer des Generationennetz Balingen e.V.

Die Veranstalter freuen sich besonders, dass sie anlässlich dieses Seminars einen hochkarätigen Fachmann als Referenten gewinnen konnten: Dr. Henning Scherf, Jahrgang 1938, SPD-Politiker, ehemaliger Bremer Bürgermeister, neunfacher  Großvater und Bewohner Deutschlands wohl berühmtester Wohngemeinschaft.
Wie wollen wir in Zukunft leben? Und welche Möglichkeiten gibt es, mit dem Alter umzugehen? Welche alternativen Lebensformen gibt es? Dies sind Fragen, die sich sowohl jeder Einzelne wie auch die Politik und die Gesellschaft stellen müssen. Henning Scherf hat sich intensiv mit diesen Fragen beschäftigt. Er zeigt, dass es Alternativen gibt, und stellt der Angst vor einer immer älter werdenden Republik ein neues Altersbild entgegen. Altsein birgt neue Chancen, diese gilt es zu erkennen und zu nutzen.
Dieser öffentliche Vortrag findet am 10. Juli um 19.30 Uhr im Berneuchener Haus Kloster Kirchberg in Sulz am Neckar statt, der Eintritt kostet 10 Euro.
Informationen über die Teilnahmegebühr für das Seminar sowie die Übernachtungsmöglichkeiten im Haus finden Sie unter www.klosterkirchberg.de.