29.02.2016

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Ben Simmes zeigt Fotografien im Kloster Kirchberg

Noch bis Ende März präsentiert eine Ausstellung im Berneuchener Haus Kloster Kirchberg in Sulz Fotografien von Ben Simmes.
Die Bilder zeigen bewusst ausnahmslos Motive von Kloster Kirchberg und dessen Umgebung.  Zu einem guten Teil entstanden die Fotografien im Jahresverlauf des Freiwilligendienstes des Fotografen mit Beginn im Frühjahr 2015 zum Osterfest. Sie stellen also eine Retrospektive auf das vergangene Jahr im Dienst des Hauses und seiner Gäste dar. Der Jahreskreis schließt sich mit der Ausstellung, und es eröffnet sich aber auch mit dem Osterfest 2016 ein neues Jahr, ein neuer Kreis, sowohl für das Kloster, für die erwachende Natur, wie auch für den Fotografen und seinen weiteren Weg.

Motivation

Das Kloster bietet mit seiner meditativen und beschaulichen Anlage und Atmosphäre, eingebettet in und als lebendiger Teil der umgebenden, recht urtümlichen und romantischen Natur ein ideales Objekt eines Landschafts- und Naturfotografen.  Es ist zugleich und in natürlicher Weise ein inspirierendes Objekt spiritueller Erfahrung und Betrachtung, bei dem der fotografische Zugang nur einer von vielen möglichen Wegen ist. Und das unabhängig davon, ob die Motive nun dem häuslichen/geistlichen Kontext entstammen oder dem natürlichen Kontext der nur augenscheinlich profanen Umgebung.
Ben Simmes: „Was sich im Kloster Kirchberg ein klein wenig offensichtlicher als anderswo darstellt ist, dass sich Welt und Spiritualität durchdringen, gegenseitig bedingen und essentiell eins sind in einer Haltung von liebevoller Hinwendung.“

Über den Photographen

Ben Simmes, geboren 1979 in Augsburg, aufgewachsen in Waiblingen bei Stuttgart. Nach dem Abitur 1999 Zivildienst im Berneuchener Haus Kloster Kirchberg, folgend ein Studium der Physik in Heidelberg, Abschluss 2007. Anschließende Arbeit bei einem Hersteller von Unternehmens-Software in Karlsruhe, dabei weiterhin wohnhaft in Heidelberg. Im Frühjahr 2015 Einschub einer Auszeit, einer Art von Sabbatical in Form eines 12-monatigen Bundesfreiwilligendienstes an der alten Zivildienststelle im Berneuchener Haus Kloster Kirchberg.
Schon in der frühen Jugend Beginn der Auseinandersetzung mit der Fotografie als Medium, die Welt mit achtsamen Augen zu entdecken. Erste Aufnahmen ab dem 12. Lebensjahr, damals noch analog mit der alten Ricoh Spiegelreflexkamera des Vaters. Im 15. Lebensjahr folgte die erste eigene Kamera, eine Nikon FM2. Ab diesem Zeitpunkt vielfältige Experimente mit der Kamera und später auch mit eigenen Schwarz-Weiß-Abzügen in der Dunkelkammer. Umstieg auf Digital-Fotografie im Jahr 2005, zuerst mit einigen Kompaktkameras. Einige Zeit nach dem Studium dann mit genügend Ressourcen ausgestattet, Beginn der Arbeit mit digitalem Spiegelreflex-Equipment. Seitdem fortwährende Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der digitalen Fotografie und der digitalen Nachbearbeitung als Fortsetzung der Arbeit in der Dunkelkammer.
Thematisch zeichnete sich bereits früh eine ausgeprägte Ausrichtung zur Natur-, Tier- und Reisefotografie ab, nicht zuletzt gefördert durch eine häufige und sehr direkte Naturerfahrung als Pfadfinder auf Fahrten und Reisen. Trotzdem wurde die Ausrichtung auch immer wieder bei inspirierenden Möglichkeiten durch andere Themenarbeit ergänzt. So entstanden etliche Portraits und Serien aus dem Themenfeld Technik und Forschung.
Darüber hinaus beschäftigt sich der Fotograf seit vielen Jahren aktiv mit der Praxis der Achtsamkeit und Meditation, die auch die fotografische Arbeit prägen.

Die Ausstellung ist bis Ende März im Erdgeschoss des Konventgebäudes vom Berneuchener Haus Kloster Kirchberg in Sulz am Neckar zu sehen, sie ist täglich geöffnet von 10 bis 17.30 Uhr.

Weitere Informationen: www.klosterkirchberg.de