30.04.2015

Jürgen Knubben im Kloster Kirchberg

Pressemitteilung

Auftakt zur neuen Ausstellungsreihe „denk mal kunst“

Mit der Werkschau „Jürgen Knubben im Kloster Kirchberg“ startet der Landkreis Rottweil am 10. Mai die Ausstellungsreihe „denk mal kunst“. Im Kloster Kirchberg trifft Skulptur der Gegenwart auf Architektur der Gotik und des Barock.

Unter dem Motto „denk mal kunst“ werden in der neuen Ausstellungsreihe des Landkreises Rottweil Arbeiten von Künstlern und Künstlerinnen in Bezug gesetzt zu Kulturdenkmalen im Kreisgebiet. Mit diesem Veranstaltungsformat, das einen Bogen von der Denkmalpflege zur Kunstförderung schlägt, rückt der Landkreis das historische Kulturerbe und die aktuelle Kunstproduktion zugleich ins Blickfeld.

Zum Auftakt veranstaltet der Landkreis in Verbindung mit dem Berneuchener Haus Kloster Kirchberg vom 10. Mai bis zum 25. Oktober 2015 die Werkschau „Jürgen Knubben im Kloster Kirchberg“.

Die Klosteranlage ist die bedeutendste ihrer Art im weiten Umfeld – ein Kulturdenkmal von hohem Rang. Ihr Erscheinungsbild ist geprägt vom stattlichen spätbarocken Konventbau; dahinter verbergen sich die stimmungsvolle Klosterkirche und die malerischen Reste des gotischen Kreuzgangs.

Der Künstler Jürgen Knubben, der vor Kurzem seinen 60. Geburtstag begangen hat, ist der Spiritus Rector der Rottweiler Kunstszene. Er zählt zur ersten Garde der Bildhauer im Land Baden-Württemberg. Mit seinen Stahlplastiken hat sich der studierte Theologe in der Kunstwelt einen Namen gemacht.

Der Bildhauer Jürgen Knubben zeigt auf dem Gelände des Klosters und in der Klosterkirche über 20 Arbeiten aus dem Zeitraum 2004–2014. In Zwillingsgruppen thematisieren die rostbraunen Stahlplastiken, die jeweils ein beziehungsreiches Raumkontinuum bilden, das Phänomen des Ungleichen im Gleichen; hierauf verweist der Ausstellungstitel „Twins“.

Jürgen Knubbens Stahlplastiken – neben Obelisken und Säulen finden sich Häuser und Treppen – treten in einen konstruktiven Dialog mit den Klostergebäuden. Skulptur der Gegenwart trifft auf Architektur der Gotik und des Barock. Der Blick des Betrachters wird auf die formalen Korrespondenzen (und Kontraste) gelenkt.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalogbuch mit einem Textbeitrag des Kulturpublizisten Dr. Herbert Köhler.

Die Ausstellung „Jürgen Kubben im Kloster Kirchberg“ wird am Sonntag, 10. Mai, um 16 Uhr im Wirtschaftshof des Klosters – bei schlechtem Wetter im Gebäude der ehemaligen Ackerbauschule – von Pfarrer Matthias Gössling und Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel eröffnet. Der Galerist Klaus Gerrit Friese führt in die Ausstellung ein. Die Eröffnungsveranstaltung wird von einem Jazzquartett mit dem Saxophonisten Magnus Mehl, dem diesjährigen Jazz-Preisträger des Landes Baden-Württemberg, musikalisch umrahmt.

Die Stahlplastiken Jürgen Knubbens sind bis zum 25. Oktober im Berneuchener Haus Kloster Kirchberg zu sehen. Das Klostergelände ist frei zugänglich. Die Klosterkirche ist tagsüber geöffnet.

Bernhard Rüth
(Kreisarchivdirektor, Landkreis Rottweil)