01.02.2016

Irritation und Verlässlichkeit - Kirchberger Dialog 2016

Fotos: BruderhausDiakonie

Das Mitarbeiter-Orchester erfolgreich dirigieren

Entwicklungen in Unternehmen irritieren, erschüttern verlässliche Strukturen. Führungskräfte orientierten sich beim Kirchberger Dialog, eine Veranstaltung der BruderhausDiakonie, Samariterstiftung und Berneuchener Haus Kloster Kirchberg.

Führung lernen

Einen Schritt zurücktreten, das Geschehen mit Abstand betrachten und in die Entspannung gehen, riet Stefan Susana, Chef-Dirigent aus Österreich. Nur in der Entspannung bewahrten Dirigenten und Chefs Überblick und Kontrolle. Bei der Veranstaltung der BruderhausDiakonie und Samariterstiftung im Kloster Kirchberg bei Sulz am Neckar tauschten sich Führungskräfte aus Wirtschaft und Sozialwirtschaft mit international tätigen Referenten aus. „Irritation und Verlässlichkeit – Nichts ist mehr so…“ war das Thema der dreitägigen Veranstaltung mit rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern vom 25. bis 27. Januar 2016.

Verschiedene Kulturen arbeiten vertrauensvoll zusammen

Referent Soumitra Bhattacharya, Kaufmännischer Leiter der Bosch Limited Indien, plädierte für mehr Zeit zum Austausch in interkulturellen Teams. Gespräche sorgten für Vertrauen. Dies sei Basis für effektives Arbeiten ohne kulturelle Missverständnisse.

Gerd Weissenberger, Leiter des Institut für Professionelles Deeskalationsmanagement, führte den Teilnehmern überzeugend seine Methode vor Augen, wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Menschen mit herausfordernden Verhaltensweisen in einer Krisensituation beruhigen können: verbal und gewaltfrei, vor allem so, dass die Würde der Personen gewahrt bleibt.

Referent Rainer Schmidt, Coach, Pfarrer und Kabarettist zeigte auf, wie persönliche Grenzen überschritten und Ängste abgelegt werden können.

Auf den Punkt präsentieren können

Im Workshop Improvisationstheater gaben Volker Quandt und Jakob Nacken Führungskräften den Rhythmus vor: Mit wenigen Regeln und Kniffen lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Stegreif eine Geschichte zu improvisieren – Anleitung zum konzentrierten Präsentieren ohne jegliche Vorbereitung, allein und im Team. Viele waren überrascht, dass sie dafür nur etwas Mut und die Angst vor dem Scheitern ablegen mussten.

Teilnehmerin Alexandra Mehler von der Kreissparkasse Göppingen begeisterte das Programm: „Der Kirchberger Dialog eröffnet eine komplett andere Perspektive. Er bietet die Möglichkeit, aus dem Gewöhnlichen herauszutreten, mit anderen Menschen, anderen Themen und in einer anderen Umgebung.“ Auch im kommenden Jahr findet die Veranstaltung im Kloster Kirchberg statt.

Text: Johannes Müller, BruderhausDiakonie