18.04.2016

Heinz Gerlach: "Retrospektive"

Mit dem Klosterfest am 1. Mai wird die Ausstellung „Retrospektive“ mit Gemälden und Holzschnitzarbeiten des Künstlers und Michaelsbruders Heinz Gerlach aus Bad Arolsen auf dem Kirchberg eröffnet.

Die ersten Impulse zum Malen erfuhr Heinz Gerlach in der Evangelischen Jungenschaft in Heidelberg, als er sich mit Franz Marc beschäftigte. Ihm verdankt er seine Liebe zu klaren Formen und leuchtenden Farben. Auch mit fremden Kulturkreisen beschäftigte sich die Jugendgruppe, so z.B. mit chinesischer Tuschmalerei, mit der Kunst, sich auf das Wesentliche zu beschränken. Die stärksten Impulse erhielt Gerlach durch den Künstler Helmuth Uhrig, dessen Nachlass auf dem Kirchberg verwaltet wird. Bei Uhrig erlernte Gerlach die Methode des Sprechzeichnens, also das synchrone Zeichnen beim Erzählen biblischer Geschichten. Diese Methode hat Gerlach für die Kindergottesdienstarbeit und die Erwachsenenbildung fruchtbar gemacht.
Es reizte den Theologen, die theologischen Inhalte, die er als Pfarrer  mit dem Wort zu vermitteln versuchte, nach der Pensionierung mit Formen und Farben umzusetzen - mit Aquarellfarben, in Öl, Acryl und Mischtechnik und zunehmend abstrakter werdend.
Die Motive, die ihn antrieben, waren in der Regel Worte und Geschichten der Bibel, aber auch ganze  Themenreihen. Neben den Gemälden entstanden auch Arbeiten aus Lindenholz. Die Ausstellung zeigt einen chronologischen und stilistischen Querschnitt seines Schaffens.

Die Ausstellung ist täglich bis zum 25. Juni von 9.30 bis 18 Uhr im Erdgeschoss des Konventgebäudes vom Berneuchener Haus Kloster Kirchberg in Sulz am Neckar zu sehen.