01.07.2019

Eine Neue auf einem „spannenden“ Arbeitsplatz

Seit drei Monaten gehört Silke Bindler nun zum Mitarbeiterteam von Kloster Kirchberg, arbeitet halbtags in der Verwaltung im Berneuchener Haus. Die Bochingerin findet ihre neue Stelle „spannend, vielseitig, interessant und umfangreich. Wobei ich umfangreich im positiven Sinn meine“, so die 42jährige. Die gebürtige Stuttgarterin arbeitete nach ihrer Banklehre in unterschiedlichen Positionen im Bankbetrieb, vom Rechnungswesen bis hin zum organisatorischen Bereich. Nebenberuflich erwarb sie in dieser Zeit u. a. auch die Qualifikation zur geprüften Bilanzbuchhalterin (IHK). 2009 kam Tochter Paula kam und Silke Bindler zog von Stuttgart nach Bochingen zu ihrem Partner. Von der Großstadt aufs Land – für Silke Bindler ein Glücksfall: „Ich könnte mir nichts Schöneres vorstellen, ich wollte schon mit 20 aufs Land. Ich habe es nie bereut.“ Nur Familienfrau zu sein, war der quirligen Silke Bindler aber nicht genug, sie machte sich selbständig mit einer kleinen Firma für Büroorganisation und schuf sich dann noch ein weiteres Standbein, etwas „ganz verrücktes“, wie sie mit einem Lachen sagt, und zwar mit der Vermietung und dem Verkauf von Spielwaren und Kinderbüchern. Und – „weil mir sonst langweilig gewesen wäre“ – folgte noch die Ausbildung zur Tagesmutter. Neben all diesen Aufgaben engagiert sich Silke Bindler auch noch im Ehrenamt, seit 1996 im Schwäbischen Albverein, zuerst in Stuttgart, nun in Sulz sowie im Verein Bürger für Bochingen. Für zwei Stunden in der Woche ist Silke Bindler zudem im Rahmen des Jugendbegleiterprogramms des Landes Baden-Württemberg an der Grundschule in Bochingen anzutreffen und betreut dort die Schüler beim Erledigen ihrer Hausaufgaben. Den Kirchberg lernte sie über ihren ehemaligen Chef kennen, der seit Jahren dem Kirchberg als ehrenamtlicher Helfer verbunden ist. 2017 war sie erstmals Gast auf dem Klosterfest, 2018 half sie am 1. Mai bei der Spielstraße mit und als sie hörte, dass im Berneuchener Haus eine kaufmännische Assistentin gesucht wird, bewarb sie sich. „Es ist schwer, im kaufmännischen Bereich etwas zu finden, dass man mit den Kinderbetreuungszeiten kombinieren kann. Paulas Papa ist beruflich viel unterwegs und wir haben keine Oma oder einen Opa vor Ort, wo ich Paula parken könnte. Das wollte ich auch gar nicht. Der Arbeitsplatz hier passt prima und ich bin sehr dankbar und froh, dass ich hier sein darf.“ Und wenn es dann doch einmal etwas länger dauert, dann kommt Paula mit zu ihrer Mutter an den Arbeitsplatz, assistiert beim Arbeiten oder erkundet das sehenswerte Gelände vom Kloster Kirchberg.