03.12.2014

Ein Miteinander von Körper und Stimme

Qi Gong mit Dr. Anette Niethammer

Wolfgang Saus - Foto: Claudia Bergomi

Kirchberg-Seminar verbindet Qigong, Meditation und Obertongesang

Mit Obertönen, Resonanzsingen, Qigong, Achtsamkeitsmeditation und Stille beschäftigt sich ein Seminar vom 30. Januar bis 1. Februar 2015 im Berneuchener Haus Kloster Kirchberg.
Es will für das Miteinander von Körper und Stimme sensibilisieren und ist für alle - auch ohne Vorkenntnisse - geeignet, die sich für alternative Zugänge zu Stimme und Körperbewusstsein interessieren und sich nach natürlicher Entfaltung sehnen.

Atem und Stimme finden über die Form zum Klang - der unser aufrichtigstes Kommunikationsorgan ist. Wenn Bewegung und Klang harmonisieren, können wir eine bestätigende und bejahende Beziehung zu uns selbst und zur Schöpfung spüren. Qigong und Obertongesang verkörpern und verklanglichen diese Harmonie. Wir entdecken, wie sich unser Stimmvolumen auf natürliche Weise weitet, und wie der Klang die Bewegung leitet. Das Eigene klingt in liebender Aufmerksamkeit mit dem Chorus der Anderen.

Geleitet wird das Seminar „Bewegte Stimme - Finde deinen Klang“ von Dr. Anette Niethammer - Dozentin für Taiji, Qi Gong, Meditation und Kunsthistorikerin - und von dem Obertonsänger und klassischem Bariton Wolfgang Saus.

Anette Niethammer absolvierte nach einer Raumausstatterlehre ein Studium der Kunsthistorik, Philosophie und Geschichte und widmet sich seitdem den chinesischen Bewegungskünsten Taiji und Qi Gong, verschiedenen Meditationsformen, insbesondere der christlichen, sowie Stilleübungen. Ihr Wissen aus der chinesischen und christlichen Tradition, das sie in zahlreichen Fort- und Weiterbildungen erwarb, gibt sie in ihren Kursen und Seminaren weiter - seit vielen Jahren auch auf dem Kirchberg.
Wolfgang Saus arbeitet als Obertonsänger, klassischer Bariton, Gesangslehrer, Stimmcoach, Stimmforscher und Autor. Seine Forschungsleitertätigkeit als Diplomchemiker gab er 1994 auf, um seine Lebenszeit künftig vollständig dem Klang und der Stimme zu widmen. Bereits während seiner Chemikerzeit arbeitete er u. a. mit Musikern wie Gidon Kremer, Georges Prêtre und Helmut Rilling und sang zeitgenössische Oper im Theater.
Das Besondere am „Obertongesang“ beschreibt Wolfgang Saus so: „Es ist schon faszinierend, wenn ein einzelner Mensch zwei Töne gleichzeitig singt. Zwei Oktaven über der normalen Stimme entsteht ein zweiter flötenartiger Ton, der kristallklar und kaum ortbar im Raum zu schweben scheint. Der Klang erinnert an eine Glasharfe, exotisch und doch merkwürdig vertraut. Er berührt auf eigentümliche Weise, wirkt beruhigend und ist fast körperlich spürbar.“

Übrigens: Jeder der sprechen kann, kann auch das Obertonsingen erlernen.

Weitere Informationen und Anmeldungen zu diesem Seminar:
www.klosterkirchberg.de

www.gobalanced.de
www.oberton.org