17.02.2020

Voller Einsatz: Nicole Amberg verstärkt Kirchberger Freiwilligenteam

Zuerst hat sie für drei Monate als Helfende – im Ora et labora-Einsatz – auf dem Kirchberg verbracht, nun unterstützt Nicole Amberg seit Anfang Februar das Team im Berneuchener Haus als Bundesfreiwillige. Die 41-Jährige kennt Kloster Kirchberg seit vielen Jahren, hat gemeinsam mit ihrem früheren Mann die sommerlichen Ferienprogramme geleitet und im schon immer gern im großen Klostergarten gewerkelt.
Als ausgebildete Buchhändlerin ist Nicole Amberg während ihres Freiwilligendienstes insbesondere im Klosterladen gefragt, doch die quirlige Nürnbergerin ist überall einsetzbar. Sie scheut sich vor keiner Arbeit, ist auch bei Sturm und Regen im weitläufigen Klosterareal im Einsatz oder hilft im Service und in der Küche, wo Not am Mann beziehungsweise der Frau ist. Und so passen ihre Hobbies denn auch ziemlich perfekt zu ihren Aufgabengebieten: "Ich mag Garten, Bücher und Küche," sagt sie, aber die Küche nimmt noch einmal einen besonderen Stellewert ein: "Die Atmosphäre in der Küche, wenn da viel los ist, gefällt mir einfach. Das ist cool. Ich bin auf Partys auch immer diejenige, die in der Küche steht. Aber nicht für Smalltalk. Den mag ich nicht," stellt sie fest und lacht.

Dass sie sich als Bufdi auf dem Kirchberg engagiert, hat mehrere Gründe: "Mein Leben hat sich innerhalb eines Jahres komplett verändert. Mann weg, Arbeit weg. Da hat sich mir die Frage gestellt, wie es weiter geht. Ich war sehr froh, als ich vom Kirchberg die Antwort erhielt, dass ich hierherkommen kann." Und so zog sie mit ihren zwei Wohnungskatzen und vielen Büchern ins Berneuchener Haus. Die beiden Kinder leben beim Vater und besuchen ihre Mama so oft es geht. Und wenn sie dann hier sind, steht die leidenschaftliche Köchin an ihren zwei Herdplatten und kocht mit Hingabe für sich und ihre Kinder. Den Freiwilligendienst sieht Nicole Amberg als gute Gelegenheit, die Zäsur in ihrem Leben zu einem positiven Wendepunkt zu machen. "Ich sehe den Freiwilligendienst hier als Auszeit, ich möchte schauen, was für Zukunftsperspektiven sich für mich ergeben." 

Mittlerweile ist das Berneuchener Haus fast ein richtiges Zuhause für sie geworden: "Wenn ich über die Kuppe komme und den Kirchberg sehe, dann habe ich das Gefühl, heim zu kommen. Die Taktung des Tages durch die Stundengebete, die Begegnung mit Menschen aller Art, das mag ich auf dem Kirchberg. Und das gute kollegiale Miteinander, es herrscht wirklich eine schöne Atmosphäre hier."