Die Feier der Evangelischen Messe im Berneuchener Haus

Neben der festlichen Form am Sonntag feiern wir die Messe am Donnerstag (manchmal auch an anderen Werktagen) in einer schlichteren Form. Immer ist sie die Feier der ganzen versammelten Gemeinde in Gemeinschaft mit der Christenheit aller Zeiten und Orte. Durch das Singen und das Hören auf Gottes Wort, durch die Fürbitte für Welt und Kirche sind alle in das Geschehen einbezogen. Christus selbst ist es, der uns zum Empfang des Heiligen Abendmahls einlädt, gleich welcher Kirche und Konfession wir angehören. Zur Feier werden Brothostien und weißer oder roter Wein verwendet; wer aus irgendeinem Grund nicht aus dem gemeinsamen Kelch trinken kann oder will, kann die Hostie in ihn eintauchen oder ganz auf den Kelch verzichten. Die Evangelische Messe ist neben dem Gebet der Tagzeiten prägendes Merkmal des geistlichen Lebens im Berneuchener Haus.

Wir freuen uns, wenn Sie die Evangelische Messe gemeinsam mit uns feiern!

Evangelische Messe:
Sonn- und Feiertage: 9.00 Uhr, Donnerstag: 7.45 Uhr

Die Evangelische Messe

In der Feier der Messe danken wir als Kirche für alles, was uns in Christus geschenkt worden ist. Wir hören aus der Heiligen Schrift. Wir antworten in Lied und Gesang. Wir beten für die Menschen in ihren Sorgen und Nöten. Wir empfangen in Brot und Wein Gemeinschaft mit Christus und untereinander.

In vielen Kirchen hat sich der Name „Eucharistiefeier“ als Bezeichnung für diese Form des Gottesdienstes etabliert. Im Augsburgischen Bekenntnis von 1530 heißt es: „Die Messe ist von den Evangelischen nicht abgeschafft worden, sondern wird mit größerer Andacht als bei den Widersachern gehalten. Die gottesdienstlichen Formen sind nicht merklich geändert worden.“ (CA Artikel 24)

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Die in einer langen Geschichte gewachsene Form der Messe ist ein Zeichen ökumenischer Gemeinschaft. In fast allen Kirchen lässt sich die Grundform der Messe erkennen, die im Kern aus Verkündigung und Mahlfeier besteht.

Häufig wird die Messe auch als „Eucharistie“ bezeichnet. Dieses griechische Wort bedeutet „Danksagung“.

Die Grundstruktur der Messe

  • Eröffnung und Anrufung

    • Hier geht es um die äußere wie innere Sammlung, um die Ausrichtung auf Gott. Es geht um Einstimmung, Einleitung und Einführung für das Kommende.

  • Wortverkündigung

    • In diesem Teil der Messe hören wir das Wort Gottes aus den Schriften des Alten und Neuen Testamentes. In der Predigt wird das Wort Gottes ausgelegt und erklärt. Die Fürbitten leiten uns vom Hören zum Tun des Wortes an. Sie weiten unseren Blick auf die Sorgen und Nöte der Menschen in der Welt.

  • Heiliges Abendmahl

    • Brot, Wein und unsere Gaben werden zum Altar gebracht. Über diesen Gaben sagen wir Dank für das neue Leben, das uns Gott in Jesus, dem Christus, geschenkt hat. Sein Leben, sein Sterben und seine Auferstehung werden uns vergegenwärtigt. Im Teilen von Brot und Wein haben wir Gemeinschaft mit ihm und untereinander.

  • Sendung und Segen

    • Dieser abschließende Teil des Gottesdienstes ist sehr kurz und enthält die Bitte um den Segen Gottes und die Sendung als Christ in die Welt. Mit Gottes Segen werden wir in die Woche geschickt, um den Menschen in Wort und Tat von der Menschenfreundlichkeit Gottes zu erzählen. Von dem lateinischen Sendungswort „Ite, missa est“ hat die ganze Feier den Namen „Messe“ bekommen.