Aus der Grundvereinbarung zwischen den Berneuchener Gemeinschaften:

„Der Berneuchener Dienst, die Evangelische Michaelsbruderschaft und die Gemeinschaft St. Michael sind drei selbständige geistliche Gemeinschaften, die sich – in der Berneuchener Tradition stehend – bemühen, geistliche Einsichten in Gottesdienst, Seelsorge, Meditation und Diakonie zu verwirklichen. Sie sammeln Menschen, die nach geistlicher Bindung und Ordnung ihres Lebens verlangen. Sie wissen sich dem Dienst der Erneuerung und Einheit der Kirche verpflichtet.“

Mehr Informationen über den Berneuchener Dienst, die Evangelische Michaelsbruderschaft und die Gemeinschaft St. Michael finden Sie in den jeweiligen Internetauftritten.

Alle drei Gemeinschaften gehören zum Treffen der geistlichen Gemeinschaften (TGG), einem Zusammenschluss geistlicher Gemeinschaften in der EKD.

Berneuchener Gemeinschaften

In den Jahren 1923 bis 1928 trafen sich auf dem Gut Berneuchen in der Neumark im heutigen Polen evangelische Theologen und Laien, um miteinander Wege für eine innere Erneuerung der Kirche zu suchen.

Geistliche Besinnung und theologische Reflexion prägten die Konferenzen, die Fortsetzungen an anderen Orten fanden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernten, neu auf die Heilige Schrift zu hören, in ihrem Licht alle Bereiche des Lebens zu sehen und Gottesdienst zu feiern. Diese Impulse wollten sie in die Kirche einbringen. So entstand die Berneuchener Bewegung.

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Aus ihr erwuchs die Evangelische Michaelsbruderschaft, zu der sich am Michaelistag 1931 in Marburg an der Lahn 22 Männer zu einer verbindlichen Gemeinschaft zusammenschlossen. Miteinander wollten und wollen sie in ökumenischer Offenheit Bruderschaft leben und sich für eine geistliche Erneuerung und die Einheit der Kirche einsetzen. Heute gibt es Brüder in ganz Europa und den USA. Sie leben mit ihren Familien in ihren Gemeinden und sind in regionalen Konventen zusammengeschlossen. Junge Frauen und Männer finden eine Gemeinschaft auf Zeit in der überregionalen Jungbruderschaft St. Michael.

Zeitgleich bildete sich der Berneuchener Kreis, der später in „Berneuchener Dienst“ umbenannt wurde. Seine Mitglieder, Frauen und Männer, haben von Anfang an eng mit der Michaelsbruderschaft zusammengewirkt und dazu beigetragen, ihre geistlichen Erfahrungen in die Kirche einzubringen.
Aus der Michaelsbruderschaft heraus erwuchs in den achtziger Jahren die Gemeinschaft St. Michael, ein verbindlicher Zusammenschluss von Frauen und Männern.

Gemeinsam mit dem „Verein Berneuchener Haus e.V.“ unterhalten die Berneuchener Gemeinschaften ihr geistliches Zentrum im Tagungs- und Einkehrhaus auf dem Kirchberg bei Sulz am Neckar.